Das Haus der Musik ist eines der ersten fertiggestellten Gebäude des im Stadtpark geplanten neuen Museumsviertels – des Liget Budapest Projekts – und wurde 2022 nach den Plänen des japanischen Architekten Sou Fujimoto eröffnet. Das Gebäude mit seiner extravaganten, schwebenden Dachkonstruktion wurde an der Stelle der ehemaligen Hungexpo-Bürogebäude als moderner Ausstellungs- und Konzertort für Musik errichtet.
Bei der Planung des Gebäudes ließ er sich sowohl von der Natur als auch von der Musik inspirieren.
Neben dem unkonventionellen Äußeren ist auch die innere Struktur einzigartig; das vielfältige Musik- und Programmangebot des Ungarischen Hauses der Musik spiegelt sich auch in der dreiteiligen Aufteilung des Gebäudes wieder. Die Räume unterhalb des Erdgeschosses sind für Ausstellungen vorgesehen (Permanente- und temporäre Ausstellungen sowie die Klangkuppel). Weiter oben, auf der Parkebene, befindet sich der Bereich für die Bühnenkunst, und zwar in dem durch Glaswände begrenzten Konzertsaal und auf der Freilichtbühne in der Nähe des Stadtparksees.
Was ist eine Klangkuppel? “Eine Kuppel, die Töne von sich gibt. Aber nicht nur Töne. Die Kuppel dient gleichzeitig als Projektionsfläche, hinter der sich die Lautsprecher befinden. Wer sich in die Mitte des Raums setzt, kann hier den Kopf hin und her drehen! Die Klangwelt erwacht zum Leben, von Naturgeräuschen bis hin zu komponierter Musik.” – können wir in der Beschreibung des Musikhauses lesen.
Bei der Planung und Realisierung des Ungarischen Hauses der Musik wurde besonderes Aufmerksamkeit darauf gelegt, nachhaltige und klimafreundliche Lösungen zu implementieren, um einer der größten aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden.
Aus diesem Grund wird der Energiebedarf des Hauses größtenteils aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt: 120 Geothermiesonden wurden in 100 Metern Tiefe in den Boden eingebracht, um geothermische Energie zu liefern. Eine weitere wirtschaftliche und äußerst innovative Lösung ist die Fernkühlung des Gebäudes, die durch die im Sommer ungenutzte Energiekapazität der nahegelegenen Kunsteisbahn gesichert wird.
Das Ungarische Zentrum für Musik wurde im Rahmen des „Liget Budapest-Projekts” realisiert.
Quelle: zenehaza(dot)hu
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