Die Erneuerung der Budapester Oper wurde in der Kategorie „Denkmalpflege und adaptive Umnutzung“ mit dem Europäischen Kulturerbe-Preis ausgezeichnet. All dies ist eine große Ehre und Anerkennung für unser Land und die an der Renovierung beteiligten Fachleute.
In diesem Jahr wurde die umfassende denkmalpflegerische Renovierung des Ungarischen Staatsopernhauses mit der renommiertesten Auszeichnung für Denkmalschutz auf dem europäischen Kontinent, dem Europäischen Kulturerbe-Preis (Europa Nostra-Preis), geehrt!
Für das 1884 fertiggestellte, von Miklós Ybl entworfene Gebäude wurde die kompromisslose und nachhaltige Verbindung von historischer Authentizität und Theatertechnik des XXI. Jahrhunderts anerkannt!
In 2026 erhalten 30 vorbildliche Projekte aus 18 Ländern des europäischen Kontinents die renommiertesten Denkmalschutzpreise Europas. Die 1884 erbaute Budapester Oper wurde in der Kategorie „Denkmalschutz und adaptive Umnutzung“ ausgezeichnet.
„Die Budapester Oper ist eines der bedeutendsten Opernhäuser Europas und gehört hinsichtlich ihres architektonischen und akustischen Wertes zur Spitzenklasse“, – betonte der Architekt Gábor Zoboki, leiter des Architekturbüros ZDA-Zoboki Design & Architecture, das die Rekonstruktion durchgeführt hat. Er fügte hinzu, dass in diesem Fall nicht ein einzelner Architekt, sondern eine ganze Gemeinschaft ausgezeichnet werde; dies sei eine Anerkennung für einen ganzen Fachbereichs, und die wahren Preisträger seien jene Fachleute, darunter Zimmerleute, Tischler und Dekorationsmaler, die an den Restaurierungsarbeiten beteiligt waren.
Die Ungarische Staatsoper wurde von Miklós Ybl entworfen; ihre Architektur im Neorenaissance-Stil und ihre reichhaltige Innenausstattung spiegeln die herausragende kulturelle Blütezeit Ungarns am Ende des XIX. Jahrhunderts wieder.
Nach mehr als 140 Jahren ununterbrochener Nutzung musste das Gebäude umfassend renoviert werden. Bei den Arbeiten wurde historische Authentizität mit moderner Funktionalität verbunden, ganz im Sinne der ursprünglichen Vorstellungen von Miklós Ybl.
Im Zuge der Restaurierung wurden der Zuschauerraum, die Foyers und die Festsäle auf der Grundlage von Archivrecherchen und Materialanalysen(!) in ihrer ursprünglichen Farbgebung und ihrem Dekorationsstil wiederhergestellt; anschließend wurden spätere Umbauten überprüft und, wo nötig, unpassende Elemente entfernt.
Die Bühne und der Zuschauerraum wurden mit modernster Technik und energieeffizienten Systemen renoviert, die Bühnenmaschinerie wurde erneuert, und die technischen Kapazitäten sowie die Sicherheitsbedingungen wurden verbessert. Die Bereiche hinter den Kulissen wurden zu modernen Produktionsstätten umgestaltet. Es wurden ergonomische Stühle und neue Beleuchtungssysteme installiert, die die Atmosphäre des Kerzenlichts des XIX. Jahrhunderts heraufbeschwören. Auch die gebäudetechnischen Anlagen wurden unter Berücksichtigung des historischen Umfelds modernisiert.
Quelle: vote.europanostra
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