In der ungarischen Presse (444) gibt es eine interessante Serie, in der die großen Massen von Touristen, die zum Anstehen gezwungen sind, die sehr „touristischen Ess- und Trinklokale“ bewerten und darüber berichten. Ein besonders markanter Teil dieser Serie war kürzlich die neue und etwas unverständliche Art und Weise, wie die „Mama Goulash“ Restaurants aus dem Nichts auftauchten und sofort zum Trend wurden.
Das „Mama Goulash“ im VII. Bezirk von Budapest, an der Kreuzung der Dob- und Kazinczy-Straße (Partyviertel), wurde letztes Jahr eröffnet und fiel sofort dadurch auf, dass sich von der ersten Minute an Tag für Tag große Menschenmengen von Touristen davor drängten. Das taten sie bereits im Winter, und das tun sie auch im Frühling und im Sommer. „Sie warten geduldig an der Straßenecke darauf, hereingelassen zu werden – egal, ob die Sonne scheint, es regnet oder der Wind weht.” – so schreibt der Autor der Artikelserie auf 444. Man kann keinen Tisch reservieren, sondern nur einfach hereinkommen oder sich in die Schlange stellen.
Eine weitere Besonderheit des Restaurants ist, dass es von einem Moment auf den anderen so populär wurde, obwohl keiner der Gastronomievorgänger, die es an derselben stark frequentierten Adresse versucht hatten, besonders erfolgreich war – ganz im Gegenteil. Wer die Besitzer, Köche, Geschäftsführer usw. von „Mama Goulash“ sind, dazu haben wir nirgendwo Informationen gefunden. Weder auf der Website des Restaurants noch auf anderen spezialisierten Seiten gibt es irgendetwas. Es ist nicht das ungarischsprachige Internet, das die Massen anlockt, aber was es dann ist, ist wirklich eine ziemlich interessante Frage. Außerdem wird „Mama“ auf den beliebtesten Social-Media-Plattformen – Facebook, Instagram, TikTok – weder von Millionen noch von Tausenden verfolgt, was das Rätsel noch weiter vertieft.
Vielleicht liegt das Geheimnis ja im Namen…?
Vielleicht reicht das Vertrauen in die Mütter schon völlig aus, um diese Beliebtheit zu erklären? Dabei trifft man im „Mama Goulash“ keine einzige Mutter an. Die Köche sind offensichtlich Männer, während die Kellnerinnen meist sehr junge Frauen sind, aber was seltsam ist – aus ungarischer Sicht –, sind sie Ausländerinnen und sprechen kein Ungarisch. In einem „echten“ ungarischen Restaurant!…
Obwohl es im Allgemeinen überhaupt kein Problem ist, dass Ausländer kein Ungarisch sprechen, – ist es vielleicht doch ungewöhnlich, wenn ein Restaurant, das sich eindeutig als ungarisches Restaurant definiert und beworben wird, dementsprechend auch ungarische Gerichte als Hauptattraktion anbietet und zudem das Personal in ungarische Trachten kleidet(!) – das jedoch auf die Frage eines ungarisch sprechenden ungarischen Gastes… mit einem möglichst freundlichen Lächeln nur „sorry“ sagt … natürlich auf Englisch. Seltsam.
Und das ist heutzutage eines der trendigsten und meistbesuchten ungarischen Restaurants bei Touristen in BUDAPEST…..
Quelle: basierend auf 444., mamagoulash,
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