Auf dem städtischen Abschnitt der Donau in Budapest war der Wasserstand Ende Juli bereits so niedrig, dass am Freiheitsbrücke (Szabadság-Brücke/Grüne Brücke/ Liberty Bridge) die Überreste des Vorgängers der ursprünglichen Brücke – der nach dem vorletzten Herrscher des Hauses Habsburg benannten und anlässlich der Millenniums-Feierlichkeiten (1896) errichteten Franz-Joseph-Brücke – deutlich sichtbar wurden.
Dies ist nicht das erste Mal, dass so etwas passiert ist: Im Jahr 2018 herrschten in der ungarischen Hauptstadt ähnliche Dürrebedingungen, sodass auch damals die in den Fluss gerutschten Bauteile der Brücke wieder zum Vorschein kamen.
Die Brücke, die an der Stelle der heutigen Freiheitsbrücke stand, wurde am 4. Oktober 1896 in Anwesenheit des Kaisers Franz Joseph eingeweiht, der selbst den letzten Niet in die Brücke einschlug; zwei Jahre später nahm dort bereits der Straßenbahnverkehr seinen Betrieb auf. Die Brücke wurde im Januar 1945 während der Belagerung Budapests gesprengt, wobei ihr mittlerer Brückenbogen abbrach und in die Donau stürzte. Dieser ist derzeit während der Trockenperiode auf der Donau zu sehen.
Darüber hinaus tauchten aus den Niedrigwassern der Donau noch Sprengkörper aus Kriegszeiten, eine Kanonenkugel und weitere überraschende Objekte auf. In der Nähe von Budapest wurden mehrere Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg sowie eine mittelalterliche Kanonenkugel am Ufer der Donau in der Nähe der Elisabethbrücke gefunden.
In der Umgebung von Visegrád – dem ehemaligen mittelalterlichen Königssitz – wurden zudem mehrere behauene Steinkugeln mit einem Durchmesser von etwa 40 bis 50 Zentimetern aus dem Flussbett gefunden.
Quelle: Pixabay
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