Eine historische Dürre erschwert die Schifffahrt und den Tourismus auf der Donau. – Auch Budapest ist davon betroffen. Das zuverlässigste Verkehrsmittel innerhalb Europas ist nach wie vor die Bahn. Der Betrieb der großen Flusskreuzfahrtschiffe ist ungewiss geworden.
Im Sommer 2026 erreichte die Donau einen Wasserstand, wie er seit Beginn der regelmäßigen Messungen in Ungarn noch nie verzeichnet wurde. Infolge des anhaltenden Regenmangels, der außergewöhnlichen Hitze und der Dürre, die das gesamte Einzugsgebiet der Donau heimsuchte, wurden auf mehreren Abschnitten des Flusses alle bisherigen Negativrekorde gebrochen. An mehreren Stellen kamen Sandbänke und Untiefen aus dem Flussbett zum Vorschein. Aufgrund des rekordtiefen Wasserstands bildeten sich stellenweise entlang der natürlichen Ufer der Donau mehrere hundert Meter breite Uferstreifen, sodass der Anblick eher an eine Küste als an einen Fluss erinnert.
Der rekordtiefe Wasserstand ist zwar stellenweise bereits eine Naturattraktion, wirft jedoch auch schwerwiegende wirtschaftliche Probleme auf.
Mehrere große Kreuzfahrtschiffe auf der Donau mit größerem Tiefgang können ihre Reise nicht fortsetzen; die Schiffe liegen in mehreren Häfen fest, andere Fahrten wurden gestrichen oder verlaufen auf geänderten Routen. Der Transport der Touristen mit Bussen zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten verursacht den Anbietern zusätzliche Kosten. Die Passagiere der Kreuzfahrtschiffe auf der Donau spielen für die Wirtschaft jeder Hafenstadt eine wichtige Rolle. Der internationale Flusstourismus ist einer der bedeutendsten Tourismuszweige Ungarns: Jährlich kommen mehrere hunderttausend Passagiere mit Kreuzfahrtschiffen auf der Donau an. Aufgrund der diesjährigen Ausnahmesituation ist die Zahl der Buchungen jedoch spürbar zurückgegangen, was sowohl den Reedereien als auch den Unterkünften, Restaurants, Reiseleitern und lokalen Dienstleistern erhebliche Verluste verursacht.
Die derzeitige Ausnahmesituation betrifft zudem nicht nur die Schifffahrt, sondern auch die Landwirtschaft, die Natur und die Wasserressourcen.
Der niedrigste Wasserstand, der in der ungarischen Hauptstadt (Budapest) gemessen wurde, betrug am 25. Oktober 2018, nur 33 Zentimeter.
Ende Juli 2026 wurde der 2018 gemessene absolute Negativrekord für den Wasserstand an der Donau bei Budapest von 33 Zentimetern leider gebrochen, – der Wasserstand lag bei 28 Zentimetern!
Das außergewöhnlich niedrige Niedrigwasser steht in Zusammenhang mit der Dürre und den extremen Hitzewellen, die Europa seit vielen Wochen unter Druck setzen. Es ist jedoch auch wichtig zu bedenken, dass menschliches Eingreifen leider erheblich zu den dramatisch niedrigen Wasserständen der ungarischen Flüsse – und damit zum Niedrigwasser in den Bodenwasserspiegeln der Umgebung – beigetragen hat. Die (Über-)Regulierung der ungarischen Flüsse, die obere Absperrung der Nebenarme der Inseln sowie die Verengung der Überschwemmungsgebiete durch die Erhöhung der Dämme führen allesamt nur zu einem schnelleren Abfluss des Wassers, anstatt es im Land zu halten.
Empfehlung für Reisende: Das zuverlässigste Verkehrsmittel innerhalb Europas ist nach wie vor die Bahn! Reisenden wird empfohlen, ihre Reise nach Budapest in diesem Jahr statt mit dem Schiff lieber mit dem Zug zu planen.
Quelle: welovebudapest,
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