
Quelle: Városi Múzeum
Der 4. Juni ist für die Ungarn der Tag der nationalen Einheit, an dem der mit dem Vertrag von Trianon verbundenen Verluste gedacht wird.
Der Friedensvertrag von Trianon (1920) war Teil des Friedenssystems, das in der Umgebung von Paris den Ersten Weltkrieg beendete. Der von den Großmächten diktierte Frieden enteignete Ungarn etwa zwei Drittel seines Territoriums und seiner Bevölkerung. Infolge dieser Entscheidung blieben mehrere Millionen Ungarn jenseits der neuen Landesgrenzen zurück, und das Land sah sich mit schweren wirtschaftlichen und militärischen Einschränkungen konfrontiert.
Die Unterzeichnung des Friedensvertrags fand am 4. Juni 1920 im Trianon-Palast statt.
Nicht nur die ehemaligen ost- und westdeutschen Familien, sondern auch die Ungarn wissen leider nur zu gut, was es bedeutet, wenn Mächte über ihnen über Leben und Tod entscheiden und wenn Familien durch die Geschichte auseinandergerissen werden.
Erst zwei Generationen zuvor hatten die Siegermächte im Friedensvertrag von Trianon (4. Juni., 1920.) das Schicksal Ungarns besiegelt. Viele Familien wurden auseinandergerissen: 1920 entstand plötzlich eine künstlich gezogene Grenze innerhalb des ehemaligen großen Ungarns. Der 1920 unterzeichnete Vertrag von Trianon erklärte die österreichisch-ungarische Monarchie für aufgelöst.
Wirtschaftlicher Ruin: Das Land verlor den überwiegenden Teil seiner Rohstoffvorkommen (Steinkohle, Erz, Salz) sowie seines Waldbestands. Die grösste Teil des Eisenbahnnetzes, sowie bedeutende Industriezentren lagen nun außerhalb der neuen Grenzen!
Ungarn verlor (1920) durch Trianon seiner….:
– 60% Gesamtbevölkerung
– 30 % seiner ungarischsprachigen Bevölkerung
– 67 % Landesfläche
– 43 % Agrarlandes- Landwirtschaft
– 33 % Weinberge:
– 70 % Viehbestandes/Rinderbestands:
– 89 % Wälder
– 83 % Eisenerzlagerstätten/Metall
– 100 % Salzbergwerke/Salzminen
– 99 % Gold- und Silberminen
– 53 % Eisenbahnlinien
– 65 % Kohleminen/Kohlengruben
– 60 % Eisen- und Stahlproduktionskapazität
(Quelle: Ausstellung „Eine neue Welt ist entstanden“, die 2018 als Sonderausstellung im Schlossgarten-Basar stattfand.)
Das Trianon-Denkmal, das heute den Namen „Gedenkstätte für den nationalen Zusammenhalt“ trägt, befindet sich auf dem Kossuth-Platz, teilweise unterirdisch. Das Monument wurde zum 100. Jahrestag des Friedensvertrags von Trianon errichtet (4. Juni 1920 – 4. Juni 2020). Das Denkmal basiert auf der Symbolik der Beerdigung und Auferstehung des Landes – ein Werk der Landschaftsarchitekten Balázs Zimay und Sándor Mohácsi.
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